Splitter für ....

  • Moin Eugen,


    danke dir für die Info.

    Mir ist aber nicht klar, wie der Splitter die Funktion eines Registervergaser übernehmen kann...:/

    Alles, was ich bisher hier darüber lesen konnte, war die Funktion der Beruhigung der Luftströmung, was mich bei einem quer im Ansaugtrakt stehenden einfachen Blech eh schon wundert.


    Die Verlängerung um 20mm verbessert also das Drehmoment und der Splitter beruhigt die Ansaugluft.

    Hat jemand schon einmal die Leistung vorher/nachher auf der Rolle gemessen?

  • Ein Registervergaser besteht aus einem kleineren und größeren Querschnittsrohr. Das kleinere wird bei Teillast und geringerem Luftbedarf genutzt. Kleiner Querschnitt, um dennoch eine hohe Luftgeschwindigkeit zur Durchmischung der Kraftstoff-Moleküle und Zylinderfüllung zu erreichen.


    Einen ähnlichen Effekt erzielt der Splitter bei einem Schiebervergaser. Geteilter Querschnitt, auch hier wird die Luftmasse durch den reduzierten Querschnitt im Bereich des Splitters etwas beschleunigt. Der oben beschriebene Effekt stellt sich ein.


    Die Veränderung des Ansaugwegs hat einen anderen Hintergrund. Aufgrund Ventilöffnungszeiten entsteht ein getakteter Luftfluss, durch die Schnelligkeit entstehen Resonanzen wie Tonschwingungen.
    Lässt sich gut an einer Posaune beobachten. Kurzer Weg = hohe Töne, langer Weg = tiefe Töne. Anderes, extrem langsames Beispiel: du stehst am Strand knietief im Wasser und Wellen schieben sich rhythmisch an den Strand. Zwischen Wellenhoch und Wellentief ist ein Höhenunterschied. Ein Wellenberg übt eine deutlich höhere Kraft auf deine im Wasser stehenden Beine aus. Beim Motor wäre es günstig solch einen Wellenberg bei Öffnung der Ansaugventile direkt davor zu haben.

    Die Ansaugwegverlängerung verschiebt die Resonanz in Richtung tiefere Schwingungen. Es kann eine bessere Füllung im unteren/mittleren Drehzahlbreich erreicht werden.

    Kehrseite der Medaille; in oberen Drehzahlbereichen verschlechterte Füllung, Leistungsverlust möglich.


    Ideal wären demnach variable, drehzahlgeregelte Ansauglängen.


    In der Praxis für die im normalen Straßeneinsatz genutzte TRX zu vernachlässigen.

    Bei meiner konnte ich mit den oben beschriebenen Maßnahmen deutlich verbesserte Fahrbarkeit erreichen.

    So kam der Stein ins rollen....

  • Hi ryna,


    super beschrieben, 1000 Dank dafür, damit kann ich was anfangen! [THUMBS UP SIGN]


    Bleibt für mich noch die Frage nach der Bedüsung des TDMR.

    Diese müßte dann dennoch die gleiche sein, ob mit hoher oder geringer Luftgeschwindigkeit,

    der Venturieffekt stellt sich doch eh "von selbst" ein, oder?


    Gibt es Erfahrungswerte mit der Grundbedüsung und Schwimmerstand des TDMRs?

    Wenn es abweichende Empfehlungen gibt kann ich mir viel Schrauberei und Umbedüserei sparen.


    Ich habe (noch) den Serienmotor verbaut, und werde den offenen LuFi-Kasten verbauen.


    Danke und VG

  • Genau, das Thema offener Lufika sollte man sich durchaus mal genauer vor Augen führen...

    Aber da hat Ryna ja das Thema Schwingungslehre hervorragend illustriert.


    Ich habe mich vor kurzem mit einer TRX auf dem Prüfstand befassen müssen und es kam einfach kein

    gescheites Ergebnis heraus,, bis mir Irgend wann ein für meine Begriffe doch sehr wüst bearbeiteter

    Lufika auffiel....

    Nachdem ich dann einfach mal Tankschaum in den Ansaugbereich des Kastens gegeben hatte war das Ergebnis gut.

  • Und plotzlich steigen die preise für eine unbeschnittene airbox. Der vorhof ist genauso wichtig wie das volumen hinterm filter.

    Und wenn einer nicht über sich selbst lachen kann, mach halt ich das.

  • Danke euch, ich zerpflücke dann an diesem WE, an dem das Wetter besch.... nicht sein kann, den Flachmann und check die HD.


    Der Kasten war bereits so modifiziert mit dem Flachmann zusammen, diese Kombi habe ich aus einer anderen TRX, die ich selbst nicht gefahren habe, daher brauche ich eure Erfahrungswerte. [THUMBS UP SIGN]


    Scheint noch einfacher zu sein als bei den Gleichdruckis, die ich schon auf dem OP hatte.

  • Schick ist, dass du die Kammerdeckel nicht runternehmen musst, um an die Hauptdüsen zu kommen. Den dicken Alustopfen (17er Schlüssel) rausdrehen, dann mit 'ner 8er Nuss die Düse inkl. Düsensockel rausdrehen. Man muss nur aufpassen, dass die kleine Unterlegscheibe nicht vom Sockelgewinde runterflitscht.