Posts by Tangomann

    Tach Feze,


    nö, muss nicht.

    Hintergrund meiner Frage war, dass ich einen mehr oder weniger unbenutzten (ich schätz mal vielleicht 500 km) TDM-Sattel gekauft hatte, wo diese blauen Sumimoto-Beläge drin waren.

    Funktionieren für meinen Geschmack auf der hinteren Bremse übrigens ganz gut, sie bremsen sehr "weich".


    Schnapperle g'macht: 39 € komplett mit Versand und außer ein bisschen "Harz" unter den Dichtungen wie neu.


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    Hi Eddy,


    besten Dank für den wirklich brauchbaren Tip / Link.

    Ich hatte mich nach so dünnen Spannschlößchen schon halb blöd gesucht, erfolglos.

    Ich brauche das jetzt zwar nicht mehr unbedingt, hab mir aber trotzdem gerade die 3 mm-Ausgabe bestellt.


    Grüße

    Ralf

    So, heute mal Rückmeldung, habe ein bisschen rumgefummelt und ausprobiert.

    Der nette Herr Lohmeier (Tophams Techniker) hatte mich nochmal angemailt und bot mir an, aus einem neuen, kompletten Ducati-TDMR das verstellbare Gestänge rauszunehmen und mir zu verkaufen, wen ich möchte. Mochte ich.

    Mit dem Ding kann man aber das Pumpvolumen der Beschleunigerpumpe nicht verändern, nur den "Zeitpunkt".

    Verlängert man das Gestänge, beginnt der Einspritzvorgang / die Kolbenbewegung später / bei einer größeren Gasgriffstellung. Gut so. Der Kolbendruckstoss endet aber auch entsprechend später. Der Kolbenhub / die Zusatzspritmenge pro Hub wird also nicht weniger (solang man nicht bereits bei 2/3- Gasgriffstellung bereits wieder aufhört mit dem Beschleunigen. Das Gestänge verlängern ist aber trotzdem ganz gut, weil man zum einen dadurch bei kleineren Gasgriffänderungen aus "tieferen" Stellungen noch nichts einspritzt und zum anderen, weil die fixe Zusatzspritmenge bei höheren Drehzahlen das Gemisch nicht so heftig anfettet.

    Um die Einspritzmenge zu verringern muss man den Kolbenhub begrenzen.

    Dazu wird durch Eindrehen der Anschlagschraube die Kolbenbewegung früher (also bei kleinerer Gasgriffstellung) gestoppt / beendet. Trotz auf Anschlag eingedrehter Schraube war mir ja die Spritzmenge zu groß. Man könnte eine längere Schraube nehmen, um die Spritzmenge zu reduzieren. Wollte ich aber nicht, da dann das Schraubenende in einem deutlich spitzen Winkel auf die Anschlagfläche des Kunststoffhebels trifft.

    Ich hab die andere Möglichkeit die Spritzmenge zu verringern gewählt, nämlich die Kolbenstange zu kürzen.

    Dadurch startet die Kolbenbewegung später, das Ende der Bewegung wird aber nicht verändert. Somit macht der Kolben weniger Weg, die eingespritzte Spritzmenge ist entsprechend geringer.


    Der Rest ist Ausprobieren.

    Aktueller Stand:

    Das verstellbare Gestänge habe ich etwa 2,2 mm länger als Originalgestänge eingestellt. Die Kolbenstange habe ich mittlerweile um 2,3 mm gekürzt.

    Es ist im Ergebnis schon nicht schlecht, ich werde aber noch weiter kürzen.


    Zum Verstellen des Gestänges muss man es leider aushaken, da es nur eine Rechtsgewindelangmutter und leider keine "links-rechts-Verstellung" ist.

    Um die Kolbenstange zum Kürzen raus zu nehmen, muss man den mit einem Nutring auf der Welle gesicherten Kunstoffhebel runter nehmen. Dann kann man die Kolbenstange einfach rausziehen.

    Gummibalk und Stangenführung können drin bleiben, der Kolben sowieso.


    Anbei noch 3 Bildchen:


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    Grüße

    Ralf

    Hallo Jason,


    das was ich da zum "Rechtlichen" geschrieben habe, muss man nicht so ganz wichtig nehmen. Das war bloß weil du meintest, man dürfe dann eigentlich mit keinem Moped fahren, da die ja allesamt plötzlich verrecken können.


    Aber, schau dir wenigstens mal eben noch die Lagergassen der Nockenwellen an.


    Das ist doch in 2 bis 3 Stunden erledigt.

    Da oben ist nunmal zu wenig Öl angekommen (aus der Kontrollöffnung kam ja kein Öl). Die Lagergassen, speziell die linken Lager der Einlassnockenwelle sind bei dem Motor seeehr empfindlich.

    Zwischen intakt und völlig fest gibt's jede Menge Zwischenzustände. Wenn die Lager nur etwas geklemmt haben und dadurch etwas beschädigt sind, kann man die wieder aufarbeiten. Wenn sie ihre ersten Macken weghaben, du das aber nicht behebst, verknaddeln die immer mehr, bis dann auf einmal nichts mehr geht und die Welle so stark im fressenden Lager gebremst wird, dass die Steuerkette überspringt oder deinem stark geschwächten Antriebsritzel den Gnadenschuss gibt. Wenn das passiert, küssen sich gerne noch schnell und innig Ventile und Kolben (was auch den Pleueln nicht unbedingt gut tut).


    Das soll's jetzt aber auch fast gewesen sein von mir.


    Eine Frage hätte ich noch:

    Sind die beiden abgebrochenen Zähne direkte Nachbarn gewesen?

    Je weiter auseinander die Zahnlücken liegen, desto eher kann's gut gehen.

    Mit einer Antihoppingkupplung würdest du dein angeschlagenes Zahnrad deutlich entlasten.

    Der entscheidende Unterschied ist, du willst es wissentlich tun und ich kenne meine Zahnräder, den Zustand der Lager und auch den Rest von meinem Hobel.

    Zum Thema "dürfte": So ganz offiziell darfst du übrigens mit deiner Kiste in ihrem jetzigen Zustand und weil du darauf aufmerksam gemacht wurdest, nicht fahren. Das Stichworte heißen "Sorgfaltspflicht" und "Grobe Fahrlässigkeit".


    Ist jetzt zugegebenerweise von mir sehr hoch gehängt, aber wenn du jetzt so tust, als beträfe das jedes Moped bzw. seinen Fahrer, ist das Quatsch.


    Im Kern war das Problem niemals, ob im Tank Öl ist.

    Vielleicht hast du Glück, mach was du willst.

    Hoffentlich kommt dir gerade keiner entgegen, wenn es dir den Motor beim bergab-scharf-in-die-Kurve-2-Gänge-runterschalten zerbröselt.

    Wär schlimm, wenn du noch jemanden mitnimmst.

    Ja na klar ist das Jasons Entscheidung.

    Der würd sich bestimmt auch am liebsten selbst in den Arsch beißen. Nutzt aber nix.


    Als kleiner Trost für dich, Jason, und das meine ich wirklich ernst:

    Schrauben kann Spaß machen und interessant ist 'ne Motorenüberholung eh.


    Also, shit happens, hau rein!


    Grüße

    Ralf

    Okay, nach Adlers Einspruch korrigiere ich in:

    Ich halte es für gut möglich, dass ...(hier jetzt meine Antwort von oben).


    Ich würde mit dem Kurbelwellenritzel nicht mehr fahren, die Steuerkette würde ich erneuern und ich würde die Nockenwellenlager kontrollieren.

    :irre3: (Das ist spontane Kurzform.)


    OK, jetzt die etwas längere Form der Antwort:

    Den Motor auf keinen Fall laufen lassen.

    Papierlappen lag teil- und zeitweise vor dem Ansaugsieb.

    Es wurde zu wenig Öl aus der Wanne in den Tank gepumpt.

    Es konnte kein oder zumindest zu wenig Öl aus dem Tank in den Motor zu den Verbrauchsstellen gepumpt werden.

    Die Lager der Nockenwellen haben gefressen.

    Die Steuerkette wurde durch die Nockenwellen gegengehalten.

    Die Last wurde für das Antriebsritzel zu groß und 2 Zähne waren klüger.


    So weit, so schlimm.

    Kurbelwelle muss getauscht oder aufgearbeitet werden.

    Nockenwellenlager und evtl. die Nockenwellen sind im Arsch.

    Da der Hobel aber noch gefahren ist, ist die Kette anscheinend und glücklicherweise noch nicht übergesprungen. Das kann auf den nächsten 3 Metern aber bereits passieren.

    Du hättest ganz große Chancen, dass dann die Ventile, die Kolben und die Pleuel auch noch auf die Rechnung zu setzen wären. Deine Entscheidung.


    Vielleicht noch eine klitzekleine Entscheidungshilfe:

    Man kann sich richtig böse um einen Baum wickeln, wenn so'n Motor blockiert.

    Abgerundete Ecken, Abdruckmarken, die Breite kommt wohl auch hin, Bingo, Steuerkettenantrieb.


    Frag doch mal den Papagei, ob er 'ne Hälfte bezahlt.

    Hallo Carlo,


    es ehrt dich naturlich, dass du das selber noch beheben willst, aber lass es doch, wie's ist, sag's dem potentiellen Käufer, lass ihm ggfs. 50 € nach und gut is'.

    Es ist ein gebrauchtes Motorrad und der "Mangel" ist ja nunmal wirklich kein schlimmer.

    Wenn's ihn stört, kann er sich damit beschäftigen.


    Grüße

    Ralf


    PS

    Merry, wer Ware anfast, muss sie kaufen.

    Brychi,


    hab gerade bei Topham angerufen, die Originalnadel hat tatsächlich bloß 3 Kerben. Kannst ja trotzdem bei nächsten Vergaseröffnen nachsehen, ob sie die richtige Bezeichnung haben.


    Tja, Hauptdüsen auf der Landstraße und in Dörfern testen, ist so eine Sache.

    Auf der Isle of man gibt's dafür zahlende Zuschauer, in Bayern eher nicht.


    Wenn du deine Hauptdüsen raus nimmst, schau sie dir an, ob sie nicht evtl. etwas versifft sind bzw. innen einen ganz leichten Belag haben.