Vorderreifen wechsel von 60er zu 70er ! Und neue Bremsen !

  • Nee alles frisch, und gut entlüftet mit Vakuumpumpe

    und über Nacht auch den Hebel festgezurrt. Jetzt auch alles gut

    ist ja auch ein ganz anderes Bremsgefühl auch schon im Stand.Hoffe das Wetter ist morgen mal besser dann mal fahren.

  • ...Behälter mal über Nacht geöffnet lassen und den Hebel mit Gummi an den Griff gezogen...

    Äh, wenn ich schon mal dabei bin:

    Das ist eine viel und schon seit ca. vierzig Jahren erzählte, unterhaltsame aber leider unhaltbare Mähr.

    Denn: Zieht man den Bremshebel an - ob mit oder Gummi - ist das hydr. System GESCHLOSSEN. - Wie sonst würde es denn den Bremsdruck aufbauen?

    Eine Verbindung zum Reservoir (auch Ausgleichsbehälter genannt) besteht AUSSCHLIEßLICH, wenn der Hebel entlastet ist.

    Der nächtliche Gummi (am Griff, wo sonst 8)) komprimiert lediglich die ev. vorhandenen Luftblasen. Ob die so leichter aufsteigen, ist eine Frage für Mystiker.

    bonne route, H
    "Auf zwei Rädern bleibt man jung."
    steht auf meiner Klingel.
    Der Maschinenmann auf seinem Altenteil

  • Ja das ist wohl so richtig aber die Hoffnung stirbt zuletzt[WINKING FACE] Optimal wäre vom Ausgleichsbehälter ein Vakuum erzeugen und mehrere Stunden auf Vakuum halten. Das würde alle Luft aus dem System ziehen und entwässern auch noch.

    So einen Deckel werde ich mir mal anfertigen und das mal erproben.

    So haben wir auch die Druckfesten Kreiseltöchter befüllt u. meine Stoßdämpfer[THUMBS UP SIGN]

    Hoffentlich wird dann nicht der Verbindungsschlauch zusammen gedrückt:)

  • Tach

    Bei Leitungs oder HBZ Wechsel mach ich´s so:Bremsbeläge raus,Kolben vorpumpen,Leitungen oder HBZ tauschen.

    Dann Bremskolben zurückdrücken und Luft ist oben raus.

    Bei Sattel zerlegen ähnlich.....Gehäuse vorfüllen und Kolben soweit reindrücken das gerade so alles Dicht ist,Montieren und Kolben zurückdrücken,

    Luft auch wieder nach Oben raus.

    Bei Radialpumpen vorher die Pumpe endlüften und dann erst die Kolben zurück!

    Zur Kontrolle nachher nochmal auf althergebrachte Art........

    Achja.....so hab ich mal ne Wette gegen Schluckebier gewonnen.....in Osche an ner CBR600rr ich Bremsleitungen und er

    Kettenkit......ich war schneller feddich!

  • Äh, wenn ich schon mal dabei bin:

    Das ist eine viel und schon seit ca. vierzig Jahren erzählte, unterhaltsame aber leider unhaltbare Mähr.

    Denn: Zieht man den Bremshebel an - ob mit oder Gummi - ist das hydr. System GESCHLOSSEN. - Wie sonst würde es denn den Bremsdruck aufbauen?

    Eine Verbindung zum Reservoir (auch Ausgleichsbehälter genannt) besteht AUSSCHLIEßLICH, wenn der Hebel entlastet ist.

    Der nächtliche Gummi (am Griff, wo sonst 8)) komprimiert lediglich die ev. vorhandenen Luftblasen. Ob die so leichter aufsteigen, ist eine Frage für Mystiker.

    kleine Zusatzbemerkung in dem Zusammenhang:

    In vielen Bremshydrauliksystemen gibt es kleine Ecken (lokale Hochpunkte), wo sich gerne kleine Blasen halten. Manchmal liegt´s auch an der Oberflächenspannung kleiner Blasen, die die Blasen daran hindert, um enge Winkel in dünnen Ausgleichskanälchen nach oben raus "umzuschlagen". Was sich bei der einen oder anderen Bremsanlage schon oft bewährt hat: Den Bremshebel seeeehr langsam bis Anschlag drücken (so langsam, dass an Kanten hängende Bläschen nicht großartig abwärts gepumpt werden, sondern fast dort bleiben, wo sie sind). Ein paar Sekunden (die ganze Nacht ist ein klitzekleinbisschen übertrieben) den Hebel gezogen halten, damit die Bläschen wieder vollständig vor ihr Hindernis steigen und sich "setzen" bzw. das kein Weg für die nächste Aktion verschenkt wird. Dann schlagartig den Hebel loslassen. Durch den aufsteigenden Flüssigkeitsstrom werden die Bläschen bzw. Teile von ihnen über ihr lokales Hindernis rüber gesaugt. Das Ganze macht man besser ohne Deckel auf dem Behälter und zwar so oft bis absolut gar keine, noch so kleine Scheißminiblase mehr auftaucht. Danach hat man eine ziemlich sauber übertragende Hydraulik aka geilen Druckpunkt.


    Gut Ding braucht Weile.


    Grüße

    Ralf


    ps

    das althergebrachte Rappeln an den Leitungen ist aber keine Mähr

  • Die Idee mit dem Bremskolben eindrücken und wieder vorpumpen ist eine sehr gute Idee, ich meine dadurch fließt ja nee Menge DOT durch die Bohrungen und Leitungen. Dadurch wird garantiert soe eine Blase zum aufsteigen bewegt.

    Das habe ich gestern auch gemacht und finde den Druckpunkt jetzt OK [THUMBS UP SIGN]

  • So heute 100km mit der NISSIN Radialbremspumpe und den Blausternen m. Lucas MCB 611 SV Belägen gefahren[THUMBS UP SIGN] Nach einfahren der Beläge schon mal die ersten Bremsungen gemacht, ist natürlich ganz anders zu dosieren wie vorher. Sie ist nicht mehr so agressiv und trotzdem hat sie mehr Bremskraft bei gleichzeitig weniger Handkraft, lässt sich besser dosieren.

    Schätze mal mit den Originalen SUMIMOTO Bremszangen wäre sie noch kräftiger geworden, denn die haben ja mehr Fläche. Schade das ich es nicht doch ausprobiert habe, wäre sicherlich ein besserer vergleich der Pumpen gewesen;) Aber die Blausterne sind 150 g pro Bremssattel leichter:cooler:

    Aber ich muß sagen die Kombi ist schon mal sehr gut, Habe mich noch nicht getraut so zu zupacken das vorne bockiert, was sicher jetzt möglich wäre:respect:Und alles nur mit dem Stinkefinger :applaus:

    Einfinger Bremse:schockiert: ohne das sie zu giftig ist.

    Werde wenn es wärmer ist, ja noch mehr Kilometer damit fahren und dann mehr berichten.

  • Übrigens habe ich gestern mal den Hebelweg gemessen und der ist nur 16mm, also ist die NISSIN eine 3/4 x 16mm und die BREMBO zum vergleich eine 19x 18/20mm. Dadurch wird die Kraftübersetzung zwar leichter aber auch ein längerer Weg ist nötig. Dadurch hat man theoretisch mehr Weg zum dosieren.

  • Hallo Arrowtommi,


    Dein Unfall tut mir sehr leid, das Bild schaut grauenhaft aus.

    Vor Sägen aller Art habe ich einen Höllenrespekt.


    Kennie hat mir 2013-15 eine Rennstrecken-TRX gebaut,

    da sind Blausterne, eine R6 Radialpumpe und weiß nicht was für Beläge drin.

    Das IST eine "Ein-Finger-Purzelbaum-Bremse". [THUMBS UP SIGN]

    (Habe einmal aus Angst etwas heftiger zugelangt und das Hinterrrad war in der Luft.

    Inzwischen ist ein sehr kurzer Spiegler Bremshebel dran.)

    Habe Kennie zu genaueren Infos angemailt.

    Wenn ich mehr weiß, schreib ich hier nochmal.


    Übrigens: "Klugscheißermodus an:" Gebremst wird mit Kraft, nicht Volumen (also Weg).

    Das beim Bremsen bewegte Volumen ist vernachlässigbar.

    Soll heißen: Je kleiner der Kolbendurchmesser der Bremspumpe, desto höher die

    (bei gleichbleibender Handkraft) übertragene Bremskraft (gleiche Handkraft

    auf kleineren Kolben-Ø = höherer Druck im System) "Klugscheißermodus AUS"

    Nicht böse sein, bitte. blush


    Liebe Grüße

    Michael

  • Weiß ich, die R6 war glaube ich eine BREMBO oder ?Der Kolben so im 45º Winkel zum Gasgriff?

    Ich mein das war ne ø16mm.

    Die muß schon heftig gewesen sein, als Radial.

  • Die Hebelübersetzung am Bremshebel ist aber sehr wichtig.

    Und auch der weg wo die Bremse anfängt zu greifen.

    Und die Sumimoto Sättel haben mehr Fläche als die Blausterne,

    hätten also mehr Bremskraft.

    Mit gleichen Kolben ø .

  • Die Hebelübersetzung am Bremshebel ist aber sehr wichtig.

    Absolut ja, für die nötige Handkraft.


    Und die Sumimoto Sättel haben mehr Fläche als die Blausterne,

    hätten also mehr Bremskraft.

    Hier gehts jetzt andersrum.

    Gleiche Kraft (Druck, der von der Pumpe kommt) auf größerer Fläche

    heißt geringere Flächenpressung, und genau die hohe Flächenpressung willst Du,

    um mit wenig Handkraft viel bremsen zu können.


    Grüße

    Michael

  • Das ist nicht richtig, Hydraulik !

    Das ist auch Hebelgesetz, also kleiner Geberkolben auf großen Arbeitskolben ergibt mehr Kraft x. Bei 10 N Kraft auf einen 1cm² Geberkolben ergibt auf einen 10cm² großen Arbeitskolben eine Kraft x von 100 N.

    Der Weg also das Volumen das bewegt werden muß wird aber größer, was bei einer Bremse natürlich ein kleiner Weg am Arbeitskolben bedeutet.

    Es sei denn es geht einem so wie Huby mit dem Lenkerschlagen und wegdrücken der Arbeitskolben.Dann muß der Arbeitskolben einen großen Weg zurücklegen, also muß man viel DOT mit dem Geberkolben durch die Leitungen pumpen.

    Was in seiner Situation natürlich schlecht war, denn er wollte/ müsste bremsen.

  • Beispiel aus der Praxis mit den besternten Zangen und den bekannten Axialpumpen.


    Mit original TRX 5/8" - Pumpe (irgendwas um 16mm) ist die benötigte Handkraft sehr hoch. Die Bremse dadurch schwer dosierbar trotz gutem Druckpunkt. Der Hebelweg ist gering.


    Mit der den Zangen zugehörigen 14mm-Pumpe ist die benötigte Handkraft angenehm, der Druckpunkt verliert kaum an Transparenz aber die Dosierbarkeit ist sehr gut. Der Hebelweg ist etwas länger.


    Letztendlich geht es um ein gut funktionierendes Verhältnis aus Pumpen- und Zangenfläche.


    Vielleicht hilft ja diese Seite:

    http://www.vintagebrake.com/mastercylinder.htm

    Gruß, Merry


    Kann Spuren von Senf enthalten.



    Edited once, last by Merry ().

  • Hinten an der Bremse hat Yamaha diese Kombi aber nicht

    gefunden. Die ist mir zu Kräftig, die hätte zumindest für den Solobetrieb eindeutig etwas schwächer sein dürfen.